Das war die Sendung am 9. Mai 2010
GästInnen: Ensemble Cross Nova, Agnes, Heginger, Paul Gulda
Willi Resetarits hat den Pianisten und Komponisten Paul Gulda zu „Trost & Rat“ eingeladen. Der Anlass: Guldas berühmter Vater, Friedrich, hätte am 16. Mai seinen 80. Geburtstag zu feiern. Dem verstorbenen Maestro zu Ehren wird es an diesem Tag im Konzerthaus eine Hommage geben, an dem alle Gäste der Live-Sendung aus dem RadioKulturCafe teilnehmen werden. Dies sind: Die Sängerin Agnes Heginger und das Ensemble Cross Nova.
Trost & Rat am 9. Mai: Cross Nova, Heginger und 2 x Gulda
Was es am 16.Mai an Klanggewalt in den Programmen des Konzerthauses geben wird, können sich die Radio Wien-HörerInnen nach der „Trost & Rat“-Sendung gut vorstellen: Die Musiker von Cross Nova haben die klassische Perfektion drauf, und als Vorgeschmack stellten Rainer Nova (Piano), Heidemaria Gruber (Flöte), Hubert Kerschbaumer (Klarinette), Sabine Nova (Violine) und Erik Oskar Huetter (Cello) mit Transparenz und rhythmischer Bravour ein frühes Instrumentalstück Friedrich Guldas, „Vienna Discussion“ , vor (Arrangement: Rainer Nova). Dann erfolgte als Kontrast ein Lied aus der Feder Roland Neuwirths, „Der Kanari“ (Arrangement: Miachael Radanovics).
Den Einstieg in die Sendung überließ Willi Resetarits klarerweise Paul Gulda, der sich nicht nur als Biograf seines Vaters präsentierte, sondern sich auch engagierter homo politicus und Antifaschist des Projekts Refugius vorstellte. Gemeinsam mit Agnes Heginger und W. Resetarits bot Paul Gulda dann als erstes Lied: „Der Zwölfelf“. Diese Zeilen aus den „Galgenliedern“ von Christian Morgenstern hatte Vater Friedrich kurz nach dem Kriege vertont. Das zweite Lied, „Mitternachtsmaus“, basiert auf einem Text nach Johannes und weist den jungen oberösterreichischen Komponisten Johannes Berauer als Komponisten aus.
Willi Resetarits stellte die Sängerin Agnes Heginger als Frau vor, die sich „zwischen alle Stühlen auf die zierlichste Weise zu platzieren versteht“. Ein Kompliment, das sich auf die Bandbreite der Interpretin bezieht, denn Heginger kommt aus dem Jazz, eignet sich aber auch die Techniken des klassischen Gesanges an. Heraus kommt dabei eine Text unterstützende Darbietung, die durch überraschende Wendungen begeistert. Getragen werden Dramaturgie und Spannung von Paul Gulda, der es schafft, auf dem kleinen Piano des RadioKluturCafe ein ganzes Orchester zu ersetzen. „Du und i“ (Musik und Text von Friedrich Gulda) kam als Abschiedslied nach den Nachrichten um 20.00 Uhr.

