Das war die Sendung am 23. Mai 2010
GästInnen: 5/8erl in Ehr´n, Fritz Wieninger
„5/8erl in Ehr´n“ nennt sich die Gruppe, die am Pfingstsonntag in „Trost & Rat“ aufspielte. Ganz klar, dass auf diesen Namen auch der kredenzte Wein abgestimmt werden musste. Deshalb entkorkte der „Wiener Wein“-Guru Fritz Wieninger höchst persönlich die Bouteille.
5/8erl spenden „Trost & Rat“
Eigentlich hätten sich an diesem Abend die „5/8erl in Ehr´n“ nur „drei Achterl“ nennen dürfen, weil die Herrschaften kamen zu Dritt, was aber dem Genuss keinen Abbruch tat, denn Hanibal Scheutz, Max Gaier und Bobby Slivkovsky (genannt „Slivo“) sangen und spielten mit Leidenschaft und rhythmischer Disziplin. Sie nötigten mit ihren starken Wiener-Texten dem Publikum die notwendige Aufmerksamkeit ab. Auf diese Weise wurden die HörerInnen an den Ohren in die Lieder hineingezogen. „Gspiast Di“ hieß die erste Nummer. Dieses Lied ist im Wirts- oder Cafehaus entstanden, weil: „Wirklich gute Texte werden nicht auf einem DINA-4-Bogen, sondern eher auf einem Rechnungsblock festgehalten.“
Der Wein-Wiener Fritz Wieninger servierte zur Musik einen „Gemischten Satz“, also einen Weißen, der verschiedenen Rebsorten, die gemeinsam ausgepflanzt wurden und zur selben Zeit gelesen werden, entstammt. Daher die Geschmacksfülle, oder wie Wieninger meint: „Ein Gemischter Satz ist ein ganzes Orchester“. Gastgeber Wilhelm ergänzte: Der Name „Gemischter Satz“ entspricht der Wiener Bevölkerung.
Zum Getränk lieferten „5/8erl in Ehr´n“ das musikalische Trocken-Dessert: „Siasse Tschick“ und den „Wunderschönen Mai“ (von der neuen CD „Bitteschön!“). Auch Willi Resetarits ließ einen neuen „Stubnblues“- Silberling auflegen und „Drei Gedichte fia Moni“ abspielen. Die von Resetarits vertonten H.C.Artmann-Texte werden mit den „16 Lieder für alle“ am kommenden Freitag und Samstag im „Metropol“ offiziell vorgestellt.
Das Wiener Wochen-Wetter wurde von den vier Musikern nach dem Prognose-Text von Reinhardt Badegruber live improvisiert. Bei den „regen-kritischen“ Zeilen
Weil Affen ´s Prasseln ja schon reichte,
gab es noch nie a Ohrenbeichte
in Häuseln von an Ohr-ran-gut-tan.
Ein Regen hat dem Ohr nie gut tan.
lachten alle sehr. Dann meinte Wieninger aber etwas besorgt: Das Wasser wird uns bis in den Sommer begleiten, was gut ist. Sorgen bereitet der Regen den Winzern allerdings auch. Er begünstigt den Pilzbefall.
Nach den Nachrichten und der „Überzugszeit“ verabschiedeten sich „5/8erl in Ehr´n“ mit dem Lied: „Und jetzt zur späten Stund`“.

