Das war die Sendung am 27. Juni 2010
Ein volles Haus gab es gestern auf der Stegreifbühne „Tschauner“ in der Maroltingergasse. Willi Resetarits feierte mit seiner Band, dem „Stubnblues“, das Saisonabschluss-Fest von „Trost & Rat“. Verstärkt wurde die Gruppe durch das Streichquartett „StringFizz“. Als Special Guests begrüßte Meister Wilhelm die Berliner Kabarettisten „Pigor & Eichhorn“ und Ulf. Als wissenschaftlicher Experte zum Thema „Sommerloch“ war Doz. Peter Iwaniewicz geladen.
„Trost & Rat“ vom Tschauner
Willi Resetarits eröffnete die Bühnenshow mit der H.C. Artmann-Vertonung „Drei Gedichta fia d´Moni“. Die expressive Lyrik baute behutsam die Stimmung auf. Sie schwebte über die Köpfe der 400 Menschen im Ottakringer Open-Air-Theater. Das Publikum bedankte sich mit anhaltendem Applaus bei den Musikerinnen Veronika Gottfried, Sophie Gansch, Ines Miklin und Marianne Bruckner („StringFizz“) und dem „Stubnblues“ (Stefan Schubert, Klaus Kircher, Peter Angerer, Herbert Berger, Chris Haitzmann und Christian Wegscheider). Die beiden nächsten Nummern „De Wöd“ und das improvisierte „WWW. DasWienerWochenWetter“ legten dann etwas Speed zu. Das Publikum belohnte die Pointen mit Gelächter. Ernst hingegen wurde es beim Thema „Tiersterben im Fußball-Rasen“: Doz. Iwaniewicz belehrte Showmaster Willi mit der Feststellung, dass im Kunstgras der Kicker kaum Lebewesen existierten und somit durch Fußballschuhstoppeln nicht zertreten werden könnten.
Die Gäste Thomas Pigor, Benedikt Eichhorn und Ulf Henrich wurden als jene Berliner vorgestellt, die alle Kleinkunstpreise des deutschsprachigen Kulturraums schon eingeheimst hätten. Mit der spitzen Bösartigkeit ihrer Lieder „Was willste denn in Wien“ und „Kevins“ (eine ätzende Auseinandersetzung zur Pubertät) gewann das Trio dann auch sofort die Sympathie des Publikums.
Nach den Nachrichten um 19.00 Uhr setzte Willi Resetarits mit dem populären Ernst-Molden-Song „Ohne di“ fort. Dann ließ die beißende Tourismus- und Heimweh-Satire „Maulende Rentner“ von „Pigor & Eichhorn“ die Sesseln wackeln: die ZuhörerInnen bogen sich vor Lachen. Nach einer „Überzugszeit“ von 35 Minuten entließ Willi Resetarits „Trost & Rat“ in die Sommerferien. Der „Stubnblues“ spielte zum Abschied das von Stefan Schubert geschriebenen Lied „Wiara wü“.

